Hauptbild MFH Rheinwiesen
Eingang, Tittwiesenstrasse 63
Blick in den Hof
Blick vom Wohnzimmer in die Küche

23 - Mehrfamilienhaus Rheinwiesen

Objekt:

Baujahr2022
ArchitektGrigo Pajarola Architekt*innen, Chur
MerkmaleFührung exklusiv, Neubau

Adresse:

Ringstrasse 128
7000 Chur

Führungen:

Samstag, 25.04.

13:30 - 14:30 Uhr

15:00 - 16:00 Uhr

(Geführt durch Sonja Grigo, Architektin BSA und Franco Pajarola, Architekt SIA/BSA; Treffpunkt vor Eingang Coop, Tittwiesenstrasse)

Barrierefreiheit:

Ja

Fotografieren:

Erlaubt

Das Mehrfamilienhaus mit 32 Wohnungen befindet sich an der Ecke Tittwiesenstrasse/Ringstrasse. Die Ringstrasse ist eine ringförmige Umfahrung von Chur Nord nach Chur Süd ist stark frequentiert. Die Tittwiesenstrasse verbindet die Altstadt mit der Neustadt als zentrale Quartierachse. Das Umfeld weist unterschiedliche Bebauungsmuster auf: Entlang der Ringstrasse prägt das Lacuna-Quartier der 1970er-Jahre mit Hochhäusern den Kontext. An der Tittwiesenstrasse stehen westseitig strassenbegleitende Zeilenbauten, ostseitig sind die Zeilen quer zur Strasse angeordnet. An der Ringstrasse wird die Südseite zunächst von geschlossenen Bebauungen bestimmt, die in eine lockerere Struktur mit Einfamilienhäusern übergehen; auf der Nordseite stehen Zeilenbauten quer zur Strasse. Der Schwarzplan zeigt blockrandartige Tendenzen; die Eckparzelle markiert den Übergang zweier ortsbaulicher Strukturen. Als Antwort wurde eine L-förmige Gebäudefigur entwickelt, die die Baulücke schliesst, den Strassenraum fasst und einen geschützten, ruhigen Wohnhof ausbildet. Eine Verkehrsbaulinie aus den 1970er-Jahren bedingte die nahezu 45-Grad-Stellung des Kopfbaus. Der Bau ist viergeschossig mit Attikageschoss, das zu beiden Strassen bis an die Traufkante vorgezogen ist und strassenseitig als fünfgeschossig erscheint. Ablesbare Treppenhausauskragungen gliedern das Volumen und markieren die Eingänge. Die Strassenfassaden sind als Hauptfassaden ausformuliert: Grosszügige Öffnungen, insbesondere in den Küchen, thematisieren das Wohnen zur Strasse; unterschiedliche Fensterformate spiegeln die Nutzungen und erzeugen einen lebendigen Ausdruck. Zum Hof prägt eine durchgehende, gegliederte Laubenschicht mit grosszügigen Balkonen das Bild. Unterschiedliche Putzfarben und -strukturen gliedern die Fassaden, das Attikageschoss wird farblich abgesetzt. Über ein grosszügiges Entrée gelangt man in den lichtdurchfluteten Wohnraum mit Balkon und Ausblick. Die Küche kann über Salontüren abgetrennt werden und dient als Koch-, Ess- und Arbeitsbereich. Bad und Schlafzimmer sind über die Vorzone erschlossen; letztere liegen ruhiger. Im Attikageschoss liegen die Entrées direkt bei den Küchen; die Wohnungen entwickeln sich in der Länge, minimieren Verkehrsflächen und maximieren die Wohnfläche bei hoher Qualität.

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Quellen:

Text: Grigo Pajarola Architekt*innen Bilder: Ladina Bischof