Aussenansicht
Innenansicht
Fassade
Hof
Vogelperspektive
Fassade

28 - Wohnüberbauung "Vier Jahreszeiten"

Objekt:

Baujahr2020
ArchitektBearth + Deplazes AG, Valentin Bearth – Andrea Deplazes – Daniel Ladner
MerkmaleNeubau
AuszeichnungenGute Bauten Graubünden 2021

Adresse:

Austrasse 35-45 A
7000 Chur

Barrierefreiheit:

Ja

Fotografieren:

Erlaubt

Mit dieser Wohnbebauung soll ein besonderer Ort im Rheinquartier geschaffen werden, wo sich die Bewohnenden in einem schönen, grosszügigen Garten treffen und das ganze Jahr über ihre Freizeit zusammen verbringen können. Der Garten ist ein grosser, mit einem «Kreuzgang» dreiseitig eingefasster Hof, der von morgens bis zum späten Nachmittag gut besonnt ist. Das Wohnhaus begleitet und beschirmt ihn zur Autobahn. Der Hof ist mit einem Mergelboden verfestigt, sodass darauf gespielt, kreuz und quer spaziert und gefahren werden kann. Gezielt, wie in einem japanischen Garten, werden grüne Pflanzinseln mit schönen Sträuchern und Blumen bestückt, in den Hof gesetzt. Als Schutz für die Wohneinheiten im Hochparterre sind entlang des Gebäudes ebenfalls Pflanzinseln angesetzt. Die über die ganze Fläche verteilten Bäume spenden im Sommer Schatten und verwandeln den Hof im Frühling in einen blühenden Spielgarten. Das Wohnhaus begleitet den Garten, bildet demnach seine seitliche Einfassung, in einer ruhigen, langen Perspektive. Verschiedene Wohnungstypen und -grössen werden angeboten, dennoch bleibt die innere Raumorganisation und -struktur durchgängig gleich. Dies garantiert eine kostengünstige und rationelle Bauweise. Die Fassade wird als massive Konstruktion in Sichtbeton geführt. Der Lärm der Autobahn wird durch eine leistungsfähige Fensterverglasung von den Innenräumen ferngehalten. Zudem ist die Stadtseite der Autobahn mit einem entsprechenden Lärmschutz-Zaun ausgerüstet. Jeder Wohnraum erstreckt sich über die komplette Tiefe des Baukörpers und verbindet die beiden Grünzonen – Schreibergärten im Nordwesten und der neu angelegte Hof im Südosten – miteinander. Die Besonderheit der durchlaufenden Wohnräume wird durch ihre giebelförmige Untersicht verstärkt. Die Energiegewinnung erfolgt über Wärmepumpen mit Grundwassernutzung und einer leistungsfähigen Photovoltaikanlage auf dem Dach der Wohnüberbauung. Durch die PV Anlage können fast 50 % des Eigenenergiebedarfs gedeckt werden. Es wird angestrebt, eine Energiekennzahl analog zu Minergie A (35 kWh/m2a) zu erreichen.

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Quellen:

Text: Bearth + Deplazes AG Bilder: Ralf Feiner