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Atrium
Eingangsbereich
Oblamatik

31 - Innovations- und Technologiezentrum Viega

Objekt:

Baujahr2019
ArchitektFanzun AG
MerkmaleFührung exklusiv, Neubau

Adresse:

La-Nicca-Strasse 12
7000 Chur

Führungen:

Samstag, 25.04.

14:00 - 14:45 Uhr

15:00 - 15:45 Uhr

(geführt durch Fanzun AG, max. 25 Personen, Treffpunkt beim Haupteingang)

Barrierefreiheit:

Ja

Fotografieren:

Erlaubt

Der viergeschossige Neubau im Gewerbeareal Rossboden vereint Arbeiten, Entwickeln und Produzieren unter einem Dach. 2019 fertiggestellt, ist er heute Hauptsitz der Viega Schweiz AG und ein Gebäude, das architektonische Präzision mit gelebter Innovationskultur verbindet. Das Gebäude folgt einem klaren Grundgedanken: Räume sollen Menschen zusammenbringen, Kreativität fördern und Zusammenarbeit ermöglichen. Im Zentrum steht der «Thinktank» – ein offener Begegnungsort, von dem aus sich das flexible Raumkonzept entwickelt. Verglaste Einzel- und Gruppenbüros für die Bereiche Innovation, Entwicklung, Produktion und Verkauf wechseln sich ab mit offenen Sitzungsbereichen auf allen drei Etagen. Begegnungszonen wie eine Bibliothek mit Cheminée, eine grosse Küche und Aussenbereiche schaffen Raum für ungezwungenen Austausch. Das Tragwerk basiert auf vorfabrizierten Stahlbetonbauteilen. Diese ermöglichen eine schnelle, qualitativ hochwertige Montage und schonen gleichzeitig Ressourcen. Die Stahlbeton-Rippendecken sind statisch optimiert – hohe Tragkraft bei geringem Gewicht und regulieren dank ihrer grossen Oberfläche und Speichermasse sowohl Raumklima als auch Raumakustik. Der modulare Aufbau erlaubt es, die Flächen flexibel zu nutzen und künftig veränderten Anforderungen anzupassen. Die Fassade spiegelt stringent das innere Grundraster wider und verleiht dem Gebäude eine klare, sachliche Erscheinung. Das Gebäude trägt den MINERGIE-P Standard und geht dabei weit über den üblichen Energiestandard hinaus. Eine photovoltaisch-thermische Solaranlage erzeugt Strom und Wärme und kühlt in der Nacht. Ein neuartiger Fundamentabsorber nutzt das Erdreich zum Heizen und Kühlen und wird vom Gebäude sowie der Solaranlage be- und entladen. Die Wärme- und Kälteabgabe im Inneren erfolgt über akustisch wirksame Deckensegel. Dieses Energiekonzept ist weltweit einzigartig, wurde als Pilot- und Demonstrationsanlage vom Bundesamt für Energie gefördert und wissenschaftlich durch das Institut für Solartechnik SPF begleitet. Der Kanton Graubünden unterstützte den Bau zusätzlich als Neubau mit Vorbildcharakter.

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Quellen:

Text: Fanzun AG Bilder: Ingo Rasp